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Die Reliefplatte
mit der Überschrift " REINHELDIS' TOD" aus dem 12. Jahrhundert zeigt
ein junges, zartes Mädchen, das seine geöffneten Hände emporhebt,
als wolle es etwas empfangen. Auf seinem Gesicht liegt ein friedlicher
Ausdruck voller Erwartung, die Augen sind geschlossen. Über dem Haupt
des Mädchens sieht man einen Engel, der mit ihrer als Kindlein dargestellten
Seele zum Himmel entschwebt. Um das Bildnis herum ist eine Inschrift in
lateinischen Worten eingemeißelt, die - übersetzt ins Deutsche
- wie folgt lautet:
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| JEGLICHER SPRECH'
EIN GEBET VOR DER JUNGFRAU, DIE ERBIN GEWORDEN
IHRES VERSTORBENEN VATERS, WESHALB SIE DIE EIGENE MUTTER MORDETE AUF DAS BETREIBEN DES ZWEITEN GEMAHLS: DA WARD IHR ÜBER DEN STERNEN IHR HEIM ALS CHRISTI FROMME MITERBIN. GERHARDUS |
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Man kann annehmen, dass dieses Bildwerk einst als Sargdeckel gedacht war, da es nach unten schmal zuläuft und sich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts etwas über dem Boden erhöht mitten in der alten Pfarrkirche zu Riesenbeck befunden hat. Als man das Grab jedoch im Jahre 1809 verlegen wollte, da die Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen worden war, suchte man vergeblich nach den Gebeinen der Verstorbenen. Abgesehen von dem Alter und möglichen Plünderungen ließe sich das dadurch erklären, dass die Kirche bereits um 1300 nach einer Brandstiftung neu erbaut wurde und sich das Grab nun nicht mehr an seiner usrprünglichen Stelle befunden haben könnte. Ebenfalls möglich wäre, daß sich der Leichnahm der jungen Frau niemals dort befunden hat, da es im Hochmittelalter sehr verbreitet war, Grabmäler als Erinnerung an den Tod von Heiligen zu errichten, ohne, dass dies wirklich ihre Grabstätten waren. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass zumindest Reliquien von Reinhildis besessen worden sind, oder man dies zumindest annahm. |