Dat Ossenlock


Die Übersetzung* des von Probst Clemens Konermann verfassten in den  Reinhildis-Brunnen eingemeißelten Widmungsspruches lautet:
VOR LANGER ZEIT HALF DEIN TOD,
ST. RENDEL, UNS AUS WASSERNOT.
DAS WERDEN WIR DIR NIE VERGESSEN
UND HABEN DIR ZU EHREN DEN BRUNNEN AUSGEHOBEN.
So lautet die Inschrift auf den beiden Steintafeln, die das "Ossenlock" zieren:
Gesprochen wird  von einer Stelle im Oberdorf, an welcher die Ochsen beim Transport des Reinhildis-Leichnams innehielten und mit ihren Hufen im Boden scharrten, woraufhin dort eine Quelle zu sprudeln begann. Im Jahre 1929 wurde dort vom Riesenbecker Heimatverein zur Erinnerung an dieses Wunder ein Denkmal errichtet. 
ossenlock_stein.GIF (228994 Byte)
HIER AN DEN KNAPP,
WAO DE OSSENS HÄBBT KLEIT
HÄW'NE WELLE DANN RIESELD
UP GUODES GEHEIT;
 

WAO'T DUORP NAO BENAOMMT,
DRIN SÜNT RENDEL BEGRAFFT.
DE WELL' IS VERDRÜGT
ÄS DE KANAOL WÜRDE GRAFFT.

 

(AN DIESEM HANG,
WO DIE OCHSEN GESCHARRT HABEN,
HAT EIN BACH GERIESELT
AUF GOTTES GEHEIß;

NACH DEM DAS DORF BENANNT IST,
IN DEM ST. RENDEL BEGRABEN.
DER BACH IST VERSIEGT,
ALS DER KANAL GEBAUT WURDE.)

 

 

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*Textauszüge aus dem Heftchen REINHELDIS (Rendel), herausgegeben vom Heimatverein Riesenbeck.