Das Denkmal "Gasthaus am Kirchplatz"

Wiedergabe des Presseberichts vom Freitag, 10. Dezember 2004 aus der IVZ

Bebauung schon seit 1339
Heimatverein brachte Denkmalschild am "Gasthaus am Kirchplatz" an

  -uh- Riesenbeck. Baudenkmäler als solche ausweisen und auf ihre wechselvolle Geschichte aufmerksam machen, möchte der Heimatverein Riesenbeck. Aus diesem Grund wurde bereits zum 75. Geburtstag ein entsprechendes Denkmalschild am Ossenlockdenkmal im Riesenbecker Oberdorf  angebracht. Ein zweites brachten Mitglieder des Heimatvereins am Sonntag am "Alten Gasthaus am Kirchplatz" an. "Eine Bebauung in dieser Häuserzeile ist ab 1339 urkundlich nachgewiesen. Auf dem jetzigen Grundstück standen ehemals drei Häuser, von denen zwei während des Dreißigjährigen Krieges neu erbaut wurden. Einen ersten Hinweis auf die Nutzung des Hauses als Gaststätte befindet sich im Stadtarchiv in einer Steuererhebung aus dem Jahr 1841. Der Inhaber Brüning, Dorf Nr. 59, zahlte zwei Reichstaler und fünf Silbergroschen als Schenkwirt. 1863 wurde das Haus des damaligen Besitzers Bernhard Rohlmann, Krämer und Schenkwirt. so beschrieben: Ein eingeschossiges Haus in massiver Bauweise mit Ziegeldach und Keller, eine heizbare und zwei nicht heizbare Kammern, Küche und Kramladen. Im Jahre 2002 wurde das Haus von der Familie Badde erworben." So steht es in schwarzer Schrift auf dem 30 mal 40 Zentimeter großen Plexiglasschild, das unmittelbar neben dem Eingang zur Gaststätte angebracht wurde. Der Vorsitzende des Heimatvereins Jörg Echelmeyer dankte der Familie Badde, die für den entsprechenden Rahmen der kleinen Feier sorgte, zu der auch die Familie Max Rohlmann gekommen war. Max Rohlmann wurde als Bruder des letzten Wirtes noch in diesem Haus geboren. Der Heimatverein möchte im nächsten Jahr noch weitere Denkmalschilder an der alten Fassade des ehemaligen Krankenhauses, jetzt  betreutes Wohnen, und am alten Kaffeehäuschen der Familie Niemeyer anbringen.

Jörg Echelmeyer, Vorsitzender des Heimatvereins (v.I.), Max Rohlmann, Thomas Badde und Dr. Klaus Werner Kahl trafen sich am "Alten Gasthaus am Kirchplatz`. Dort wurde ein Denkmalschild angebracht.                        Foto: Ulrike Henkel